Zeitschrift bauhaus 4 – Fotografie

Ausgabe vier der von der Stiftung Bauhaus Dessau herausgegebenen Zeitschrift bauhaus widmet sich dem Thema "Fotografie".

Die Bauhausfotografie steht im Mittelpunkt der vierten Ausgabe der Zeitschrift bauhaus, die von der Stiftung Bauhaus Dessau herausgegeben wird. Parallel zur Ausstellung „Das Bauhaus im Bild. Die Fotosammlung Thomas Walther“, die vom 5. Dezember 2012 bis zum 24. Februar 2013 in Dessau zu sehen ist, widmet sich das Heft der lichtkünstlerischen Hinterlassenschaft der Gestaltungshochschule. Da ist die bildgebende Fotografie eines László Moholy-Nagy, für den die Arbeit mit der Kamera die Verbildlichung einer Idee war und eben nicht die Abbildung der Wirklichkeit. Seinem Antipoden Walter Peterhans ging es hingegen um nichts anderes als die präzise Vermessung der Realität. T. Lux Feininger wiederum interessierte sich für den sozialen Augenblick, Umbo für das Porträt und die Reportage-Fotografie. Das von Moholy ausgerufene Neue Sehen kannte viele Facetten und ungewöhnliche Blickwinkel. 

AUSGABE 4: FOTO will einen Überblick geben und zeigen, dass es die Bauhausfotografie als Genre eigentlich gar nicht gibt. 

  • Abenteuer Sammeln: Ein Gespräch mit THOMAS WALTHER über inspirierende Fotografien, das Spielerische am Bauhaus und den Lippenstift von Florence Henri.
     
  • Der Wert des neuen Sehens: ROLF SACHSSE über die Geschichte, wie Bauhausfotografie zur Kunst wurde.
     
  • Die Realität des Bildes: GOTTFRIED JÄGER entdeckt in den Fotogrammen von László Moholy-Nagy die Autonomie eines neuen Mediums.
     
  • Das Fotografenhaus: WOLFGANG THÖNER erkundet die Geburtsstätte der Bauhausfotografie in der Dessauer Meisterhaussiedlung.
     
  • Eingeklebt und abgeheftet: TORSTEN BLUME über die Fotoalben der Bauhäusler und das konservierte Lebensgefühl einer Jahrhundertschule.
     
  • Vom Bauhaus nach Hannover: CORD RIECHELMANN stöbert im Nachlass des großen Fotografen Umbo und entdeckt ein Leben zwischen Meisterwerken und Joghurtbechern.
     
  • Luftbildautomaten: FRANZISKA BRONS über Moholy-Nagys Faszination der Brieftaubenfotografie.
     
  • Tapete für Außen: ANJA GUTTENBERGER enthüllt, was die Fotogramm-Tapeten von Elsa Thiemann mit der Architektur von Herzog & de Meuron gemein haben.
     
  • Die digitale Avantgarde: CHRISTIN KRAUSE und DANIEL NIGGEMANN stellen sechs Künstler vor, die die Möglichkeiten der digitalen Fotografie und des Internets ausloten.

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  • Außerdem in bauhaus 4:

China zwischen Bauhaus-Begeisterung und Schrumpfen, eine Verteidigungsrede für Hannes Meyer, Erotik in den Stahlrohrmöbeln von Marcel Breuer, das Bauhaus in Moskau und ein Interview mit dem Künstler Marcel Dzama über seine Hommage an Schlemmer.

  • Mit diesem Heft verabschieden sich Matthias Kreutzer und Jens Schildt vom Studio Our Polite Society (Amsterdam/Stockholm) aus der Art Direction und geben den Staffelstab weiter an die Jahresgrafiker 2013: das Berliner Büro Cyan.

Die Zeitschrift „bauhaus“ erscheint seit dem Frühjahr 2011. Das erste Heft war der Rolle des Künstlers am Bauhaus gewidmet, die zweite Ausgabe hatte Israel zum Thema und die dritte Nummer beschäftigte sich mit der Welt der Dinge. Bauhaus ist in gut sortierten Buchhandlungen und in Museumsshops erhältlich, vertrieben wird die Zeitschrift von spector books, Leipzig.

Bauhaus, Ausgabe 4
Erscheinungstag 4. Dezember 2012
152 S. deutsch/englisch
ISBN 978-3-940064-63-9
8,- € (+ Porto)