Bauhaus Lab: Young Professionals

Das Bauhaus war ein Ausnahmeort transkultureller Begegnungen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert. Auch die Hervorbringungen des Bauhauses, ob in Architektur und Design, Pädagogik und Kunst sind auf vielfältige Weise mit der Geschichte der internationalen Moderne verwoben. Aus der Sicht heutiger Erfahrungen einer globalisierten Welt sind diese Wanderungsbewegungen, Austauschprozesse und Konversationen, die die internationale Schule von ihrer Gründung bis zu ihrer Wirkungsgeschichte bestimmte, ein spannendes Forschungs- und Vermittlungsfeld. Das Bauhaus Lab lädt jährlich acht junge internationale professionelle Architekten, Designer, Forscher und Kuratoren zu einer dreimonatigen Kollaboration ans Bauhaus ein: Hier erforschen und kuratieren sie Facetten dieser komplexen Geschichte transkultureller Kulturproduktion in Zusammenarbeit mit Forschungs- und Ausstellungsprojekten der Stiftung.

Bauhaus Lab:  Global modernism studies

Freischwinger von Marcel Breuer schmücken die Wohnungen von Nachfahren jüdischer Emigranten in Tel Aviv und die Architekturausbildung an der Katholischen Universität in Santiago de Chile sieht sich mit dem Wirken Tibor Weiners in der Bauhaustradition. Ob nun Dinge und Architekturen, Unterrichtsmethoden und Publikationen, Bilder und Filme, Lehrer und Gestalter, die Hervorbringungen des Bauhauses in Dessau sind auf vielfältige Weise mit der Geschichte der internationalen Moderne verwoben. Das Bauhaus war ein Ausnahmeort transkultureller Begegnungen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert. Geprägt von den Erfahrungen einer globalisierten Gegenwart sind diese Wanderungsbewegungen, Austauschprozesse und Konversationen, die die internationale Schule von ihrer Gründung bis zur ihrer Wirkungsgeschichte bestimmte, gerade heute ein spannendes Forschungs-und Vermittlungsfeld. Das Bauhaus Lab lädt jährlich acht junge internationale professionelle Architekten, Designer, Forscher und Kuratoren zu einer dreimonatigen Kollaboration ans Bauhaus ein: Junge internationale  Gestalter und Ausstellungsmacher leisten fortgesetzte Übersetzungsarbeit eines weltgewandten Bauhauses aus der Sicht der Gegenwart, indem sie Facetten dieser spannenden Geschichte transkultureller Kulturproduktion in Zusammenarbeit mit Forschungs-und Ausstellungsprojekten der Stiftung erforschen und  kuratieren.

 So verfolgte das Bauhaus Lab 2014 die verborgenen Aspekte der Bilderreise der amerikanischen  Kornsilos in den Publikationen des Neuen Bauens, die zu heute drängenden Fragen nach den Ursprüngen globaler Agroindustrie führten. Das Bauhaus Lab 2016 geht den transnationalen Routen des Bauhausschreibtisches im Themenjahr  Bewegung nach. Dabei macht die Recherche den reisenden ikonischen Schreibtisch selbst zum Akteur in einem ständig wechselnden Feld von Orten und sozialen Räumen zwischen Dessau, London und  Lincoln Mass.

Programm in der Übersicht

  • Sprache: englisch
  • Abschluss: Certificate
  • Zeitraum: 3 Monate; 9. Mai 2016 – 5. August 2016
  • Zielgruppen: Junge Designer, Architekten, Forscher, Kuratoren, die schon erste berufliche Erfahrung gesammelt haben.
  • Kosten: Unterkunft und den Aufenthalt werden anteilig von den Bewerbern getragen.
  • Bewerbung: Bewerbung erfolgt im Rahmen der Ausschreibung jährlich im Dezember. Erwartet wird ein statement of interest von 3.000 Zeichen zu dem ausgeschriebenen Thema. Die Auswahl der Bewerber erfolgt durch eine Jury.
  • Kontaktperson: Dr. Katja Szymczak; szymczak@bauhaus-dessau.de