Connecting Cities: Urbane Medienfassaden – ein Fenster in die Zukunft unserer Städte

Die Joint Broadcasting Eventreihe Connecting Cities reflektiert den weltweiten Trend zu großformatigen digitalen Bildelementen im öffentlichen Raum, die hauptsächlich von kommerziellen Inhalten und Interessen dominiert werden. Öffentlicher Raum als gemeinschaftlicher Ort der Öffentlichkeitsbildung basiert auf einer ausgeglichenen Mischung von Funktionen und der Idee des Bewohners als aktivem Bürger anstelle eines passiven Konsumenten.

Das Interesse von Connecting Cities liegt auf der Erforschung von partizipativen Umgebungen in unseren smarten, sensorgesteuerten Städten. Urbane Medienfassaden dienen hier als Experimentierplattform, auf der die Auswirkungen sozialer Transformation sichtbar gemacht und zur Diskussion gestellt werden. Connecting Cities versucht nicht nur auf den Strukturwandel unseres Stadtraumes aufmerksam zu machen, sondern untersucht – gemeinsam mit Kreativschaffenden, Stadtplanern, Technologen, Bürgern und Jugendlichen – neue urbane Kommunikationsformen, die Orte für Kreativität, Sichtbarkeit und kulturellen Austausch hervorbringen können.

Mit dem Leitgedanken Connecting Cities werden über einen Zeitraum von drei Jahren (2013-2016) zwölf europäische Metropolen über digitale Großbildschirme und Medienfassaden im öffentlichen Raum in einen interkulturellen Austausch treten. Mit diesem Projekt möchte Connecting Cities den Bürgern Europas eine vernetzte Großbildinfrastruktur im Stadtraum für einen Dialog und Kulturaustausch in sogenannten Connecting Cities Events zur Verfügung stellen. Gefragt wird nach dem kulturellen und gesellschaftlich-kommunikativen Potential von urbanen Medien und danach, welche Möglichkeiten sie den Bürgern bieten, das Stadtbild und darüber hinaus Europa mitzugestalten.


C O N N E C T I N G   C I T I E S   E V E N T S :

Während der dreitägigen Connecting Cities Events öffnen die beteiligten Institutionen und Partner ihre Medienfassaden und digitalen Bildschirme und werden über das Internet (Live Streaming) miteinander verbunden. Mit speziell entwickelten künstlerischen Projekten werden die Stadtbewohner und Passanten in kreative Prozesse involviert, die einen Austausch und einen Dialog über die Grenzen hinweg hervorbringen.

Durch diese überlokalen Interventionen teilen die Stadtbewohner in Echtzeit ihre Visionen und Wünsche. Die Medienfassaden verwandeln sich dabei in lokale Bühnen und verbinden die Stadtbewohner virtuell mit anderen Orten. Forschungsfokus ist hierbei der Prozess der Gemeinschaftsbildung und des interkulturellen Dialogs.

Drei zentrale Stadtvisionen der europäischen urbanen digitalen Gesellschaft verfolgt Connecting Cities von 2013 bis 2015: Networked City / Vernetzte Stadt 2013, Participatory City / Partizipative Stadt 2014 und Visible City / Sichtbare Stadt 2015.

Auf dem diesjährigen Bauhausfest erhalten die Besucher die Möglichkeit, Teil eines Connecting Cities Events zu werden. Durch die Kunstprojekte Binoculars, Ready to Cloud und Master/Slave Invigilator System in den interkulturellen Austausch mit europäischen und nordamerikanischen Städten zu treten.

Initiiert von Public Art Lab Berlin in Kooperation mit Ars Electronica Linz, Media Architecture Institute Wien, FACT Liverpool, Amber Platform Istanbul, Museum of Contemporary Art Zagreb, m-cult Helsinki, Medialab-Prado Madrid, iMal Brüssel, Foundation Riga 2014 und Videospread Marseile.

Weitere Partner sind Marseille-Provence 2013, MUTEK Montreal, Aarhus University, Quartier des spectacles Montreal, Stiftung Bauhaus Dessau und Verve Cultural Sao Paulo. Weitere Partner sind Streampark TV, ARTE Creative, PMS und ikono