Bauhaus Lab
Global Modernism Studies

Ziel des Bauhaus Labs ist die Schaffung einer interdisziplinären Forschergemeinschaft, die sich für drei Monate mit einem Thema aus dem Umfeld des Global Modernism auseinandersetzt. Bewerben können sich internationale Berufseinsteiger und Postgraduierte aus den Bereichen Architektur und Design sowie junge Kuratoren und Designforscher. Die acht Teilnehmer werden von einer international besetzten Jury ausgewählt.

Im Fokus jedes Bauhaus Labs steht ein Objekt moderner Gestaltung, das zugleich den thematischen Anker wie den Ausgangspunkt der gemeinsamen Forschungsreise bildet. Das Programm wird in englischer Sprache gehalten und ist kostenfrei. Nach Abschluss der drei Monate werden die Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung am Bauhaus in Dessau präsentiert.

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Das Bauhaus Lab In den Archiven der University of East Anglia, Norwich, 17.5.2016 / Stiftung Bauhaus Dessau, Foto: Thomas Lehner, Madelaine Sillfors, Lia Tostes
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Das Bauhaus Lab auf Exkursion, New York, 2016 / Stiftung Bauhaus Dessau, Foto: Thomas Lehner, Madelaine Sillfors, Lia Tostes
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Das Bauhaus Lab auf Exkursion, Lincoln, 2016 / Stiftung Bauhaus Dessau, Foto: Thomas Lehner, Madelaine Sillfors, Lia Tostes
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Das Bauhaus Lab auf Exkursion, Lincoln, 2016 / Stiftung Bauhaus Dessau, Foto: Thomas Lehner, Madelaine Sillfors, Lia Tostes

Bauhaus Lab 2017

Bauhaus Lab Motiv 2017

Between Chairs
Dialogues on Craft and Design

16. Mai bis 17. August 2017

Das Bauhaus Lab 2017 nimmt die Sitzkombination, die der Ulmer Designprofessor Hans Gugelot in einem Sommerkurs 1965 gemeinsam mit Studierenden des National Institute of Design Ahmedabad entwarf, zum Ausgangspunkt der Erforschung transkultureller Dialoge zum Verhältnis zwischen Handwerk und Design. Im Fokus der internationalen Kooperation zwischen den beiden Designhochschulen HfG Ulm und dem NID Ahmedabad, zu der der wechselseitige Austausch von Lehrerenden und Studierenden gehörte, standen Fragen der Bildung von Gestaltern als Mittler zwischen der lokalen Kultur der Dinge und der universalen Formengebung. Ausgehend von der Sitzgruppe, die in Material, Konstruktion und Herstellung lokalen Handwerkstraditionen folgte und diese mit den Fragen des zeitgenössischen Designs verband, erkunden die Teilnehmer des Labs die damaligen Gespräche zwischen den beiden Bildungsinstitutionen.

Das Bauhaus Lab bildet eine dreimonatige Forschungsgemeinschaft aus acht internationalen Teilnehmern, die als Berufseinsteiger in den Umfeldern von Design und Architektur gestalterisch, kuratorisch oder forschend arbeiten. Im Lab 2017 werden sie vor Ort in Ulm und Ahmedabad recherchieren und am Bauhaus in Dessau gemeinsam eine Installation entwerfen, die die in den 1960er Jahren geführten Gespräche zur „Wiederentdeckung der Domäne des Machens“ (Otl Aicher) aktualisiert.


Zur HFG Ulm und NID Ahmedabad

Die HFG Ulm wurde als Hochschule für Gestaltung im Jahr 1953 von Inge Scholl, Otl Aicher und Max Bill gegründet. Mit ihrem experimentellen Ansatz und der klaren Formensprache galt sie international vielfach als Nachfolgeinstitution des Bauhauses. Die Gründung des NID Ahmedabad im Jahr 1961 als National Institut of Design war Ausdruck der besonderen Bedeutung des Designs für ein modernes Indien. Die Ausbildung war international orientiert, wozu auch die Zusammenarbeit mit der HFG Ulm zählte. Während die HFG in Ulm im Jahr 1968 geschlossen wurde, besteht das NID bis heute weiter.