Sommerwerkstatt 2017

Die Sommerwerkstatt 2017: Neues aus der Entwurfsmaschine

László Moholy-Nagy und Otti Berger wussten, dass es zur Entwicklung eines prototyps eine Menge handwerkliches Geschick braucht. Aber wie kommt man heute vom Entwurf zum Produkt? Vom 31. Juli bis zum 4. August 2017 haben 15 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren ausprobiert. Im Werkstattflügel des Bauhauses – ganz wie die Bauhäusler fast 100 Jahre vor ihnen. Sie haben getüftelt und gestaltet: Von ersten Skizzen, über die Modellage von Formen und Modelle am Computer bis zum Objekt, ausgedruckt von einem 3D-Drucker.

Aber was ist überhaupt ein Prototyp? Was ist ein Modell? Was ist Handwerk? Und wie stellt man selbst etwas her? Um sich dem Prozess des Herstellens zu nähern, besichtigten die Teilnehmer der Sommerwerkstatt zunächst die aktuelle Ausstellung Handwerk wird modern. Vom Herstellen am Bauhaus. Unterstützt von den Workshop-Leitern Benno Bruksch und Alexander Jentsch von „The constitute“ aus Berlin fertigten sie Skizzen an. Aus Skizzen wurden Entwürfe. Eingescannt und mit dem Computer bearbeitet, entstanden so digitale 3D-Modelle. Am Computer konnte sie jeder beliebig in Länge, Breite und Tiefe verändert und mit ganz eigenen Mustern und Motiven verzieren. Wie der Entwurf dann zum Objekt wurde? Mithilfe eines 3D-Druckers! Normalerweise druckt der Kunststoff. Für die Teilnehmer der Sommerwerkstatt aber druckte er eine Keramikmasse.

Das Ergebnis: zwei Dutzend individuelle fantastische Gebilde und Gebrauchsgegenstände. Vasen und Becher. Große, kleine, glatte und strukturierte. Stolz präsentierten die Nachwuchs-Designer am letzten Workshop-Tag ihre Objekte und erklärten den Herstellungsprozess – von der Idee bis zum Objekt. Die fertigen Werke sind im Makerspace des Bauhaus Dessau als Teil der Ausstellung Handwerk wird modern. Vom Herstellen am Bauhaus zu sehen.

Sommerwerkstatt im Bauhausgebäude Dessau
Sommerwerkstatt im Bauhaus Dessau / Stiftung Bauhaus Dessau, Foto: Sebastian Gündel