Gabi Schillig
Werkpräsentation

Ohne Titel, aus der Serie „Imaginäre Räume / Imaginary Spaces“, 2016 / Gabi Schillig, Stiftung Bauhaus Dessau

Imaginäre Räume/Imaginary Spaces
(„eigentlich wollte ich ja architektin werden“*)

Werkpräsentation mit Künstlerin im Haus Gropius,
anschließend Apéro auf der Terrasse Haus Muche

  • Donnerstag, den 8. September 2017, ab 17 Uhr
  • Ensemble der Meisterhäuser, Haus Gropius und Haus Muche
    Ebertallee 58, 06846 Dessau-Roßlau

Gabi Schillig, Künstlerin und Professorin (Berlin, Düsseldorf), beendet mit der Präsentation „Imaginäre Räume/Imaginary Spaces“ („eigentlich wollte ich ja architektin werden“*) ihre sechswöchige Bauhaus Residenz. Im Haus Gropius zeigt sie künstlerische Experimente unter anderem zu den Arbeiten der Bauhäuslerinnen Gunta Stölzl, Gertrud Arndt, Otti Berger.

Leben und Arbeiten in den Meisterhäusern: für die Künstler ist die Bauhaus Residenz eine intensive Zeit der Auseinandersetzung mit dem Erbe des Bauhauses. Gabi Schilligs Faszination gilt den Frauen am Bauhaus, den Möglichkeiten aber auch den Grenzen in ihrer künstlerischen Entfaltung.

Dabei setzt die Architektin Schillig ganz gezielt bei dem Statement von Gertrud Arndt an: „eigentlich wollte ich ja architektin werden“.

Doch die Weberei ist die sogenannte Frauenklasse am Bauhaus. Daher beginnt Schillig ihre experimentelle Untersuchung bei den Webarbeiten der Bauhaus Künstlerinnen. Ausgehend von den Webemustern und -strukturen entwirft sie hypothetische Raumkonzepte, die die Frage verhandeln, welche Art von Raum und Architektur die Frauen entworfen hätten, wenn sie dazu die Möglichkeit bekommen hätten.

Gabi Schilligs Abschlussabend ist ein Zwischenschritt. Sie wird ihre Arbeit weiter ausarbeiten und im November wieder kommen, um die fertige Installation, deren Ziel das Eintauchen in einen Farbraum ist, im Haus Gropius zu installieren. Die Arbeit verknüpft die textilen Arbeiten der Bauhaus Frauen auf spekulative Weise mit der Schrift Siegfried Eblings "Der Raum als Membran" (1926) und untersucht den ephemeren Charakter eines offenen, durchlässigen, durch den Menschen veränderbaren Raums, im Unterschied zu den rationalistischen Architekturkonzepten des Bauhauses.

Im Herbst 2016 wird Schillig, die in Kooperation mit dem Schweizer Kuratorenteam Eggs/Bitschin zur Bauhaus Residenz eingeladen wurde, mit einer weiteren Arbeit in der Zeche Carl/Gustavs Park in Essen vertreten sein.

*Gertrud Arndt

www.gabischillig.de