Die Welt. Ein Haushalt. Internationale Konferenz.

Internationale Konferenz zu den globalisierten Politiken und Praktiken der Domestic Affairs. Mit Aktivisten, Akademikern, Künstlern und Wissenschaftlern in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung.

  • 7. - 9. August. Eintritt frei. Der Haushaltsgipfel findet als Abschluss der Haushaltsmesse 2015 statt. 


 

sbd_haushaltsgipfel_201507aug_0794.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201507aug_0838.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201507aug_0873.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0583.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0586.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0620.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0629.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0659.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0665.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0693.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0724.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0749.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201508aug_0760.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201509aug_0546.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201509aug_0548.jpg
sbd_haushaltsgipfel_201509aug_0577.jpg

PROGRAMM   HAUSHALTSGIPFEL

  • Freitag, 7. August 2015

17.00 Uhr Eröffnung, Meisterhäuser
mit Thomas Krüger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Regina Bittner und Elke Krasny Kuratorinnen der Haushaltsmesse.  

18.00 Uhr Keynote, Meisterhäuser                                      Die Welt als einen Haushalt denken
Katherine Gibson (AU)

19.00 Uhr, Bauhausgebäude                                        Eröffnung der Ausstellung des Bauhaus Labs 2015
“Cracks in the Curtain Wall“

20.00 Uhr, Meisterhäuser                                         Drinks and Snacks

  • Samstag, 8. August

9:30 – 11:00 Uhr Panel 1                                           Der Ort des Haushaltes                                             Mit Pier Vitorio Aureli ( US) Victor Buchli (UK)und Azby Brown(JP) Moderation: Lilet Breddels  (NL)

Der westliche Humanismus entwarf Seßhaftwerdung und Haushalten als produktive Technologien der Domestifizierung der „wilden“ Natur. Inzwischen haben sich die Kategorialen Trennungen, die diesem  Denkmodell zugrunde lagen, überholt. Klimawandel und Ressourcenknappheit führen zu der Einsicht, dass es kein aussen mehr gibt, sondern die externalisierten Lasten an den Küchentisch zurückkehren. Könnte ein anderes Verständnis vom Haushalt zu einer Überwindung des antiquierten Antagonismus von Haus und Welt, Mensch und Natur beitragen. Und welche Politiken des Haushaltens auf unterschiedlichen Maßstäben vom privaten Haushalt, dem Territorium, der Stadt bis hin zum Planeten resultieren aus einem solchen Perspektivwechsel?

11:00- 12.30: Walks and Discussions

Tracing the Modern Lawn- Eine Bauhaus_Umfeldbesichtigung
From Gropius to Grain- Präsentation des Bauhaus Labs
Theoretische Positionen zum „Planetary Housekeeping“- Reading group

13:30-15:00
Panel 2

Food and Politics, mit Stefani Bardin ( US) und Annia Ciezadlo (Beirut), Moderation: Regina Bittner (G)

Haushalten ist vor allem ein Navigieren zwischen Mangel und Überfluss. Dabei sind Essen, Globalisierung und Politik untrennbar miteinander verflochten. Die Meisterhäuser in Dessau als Demonstrationshäuser eines neuen Wohnens hatten gerade die Mangelwirtschaft nach dem ersten Weltkrieg überwunden. Globale Nahrungsmittelketten, Industrialisierung der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion liessen die Küchen auf ein Minimum schrumpfen. Wenn heute von einem „Global Food System“ die Rede ist, dann verweist dies auf die weitreichenden Geografien, in die Nahrungsmittel, die wir täglich verzehren, eingebunden sind, auf die Bedingungen landwirtschaftlicher Produktion und enormen Ressourcenverbrauch, unter denen diese hergestellt werden. Wie in Zukunft die wachsende Zahl der Weltbevölkerung ernährt werden kann, gehört wohl zu den drängendsten Herausforderungen des 21.Jahrhunderts. „Food Politics“ reichen von Initiativen urbaner Landwirtschaft, ökologischen Landbaus bis hin zur Auseinandersetzung mit post-kolonialen Geografien des Essens.

16:00- 18:00 Uhr
Panel 3

Towards a global domestic revolution

Mit Binna Choi (NL), Maliha Safri (US), Judith Winter (UK) Euklides Andre Mance (BRA)und Kevin Flanagan (IRL)

Moderation: Elke Krasny (A)

Dieses Panel diskutiert neue Modelle des Arbeitens jenseits der Arbeitsgesellschaft, die bereits in der komplexen Praxis des Haushaltens angelegt sind. Die Aufrechterhaltung des Haushalts galt lange Zeit als unbezahlte und deshalb gesellschaftlich unterprivilegierte Sphäre der Frau. „The grand domestic revolution“ die Dolores Haydn in ihrem epochalen Buch für das vergangene Jahrhundert nachzeichnet, hat in Theorie, politischen Aktivismus und Praxis eine Emanzipation und Neubewertung der „domestic labor“ initiiert. Flexible Modelle von Heimarbeit, prekäre und unterbezahlte Beschäftigungen, kreative Arbeit und Arbeitsmigration gehören zum Alltag von „Arbeit“ im 21. Jahrhundert. Globale Haushalte setzen sich aus dem Einkommen von transnationaler Arbeitsmigration, Hausarbeit und Familiennetzwerken zusammen und schlagen andere Praktiken der Vermittlung und Neubewertung von Hausarbeit vor. Sie unterlaufen gesellschaftliche Hierarchien der Bewertung von „domestic labor“ und eröffnen damit Perspektiven einer emanzipativen Hausarbeit jenseits der „Arbeitsgesellschaft“.

20:00-22:00
Filmnacht in den Meisterhäusern

Der Dokumentarfilm „Last Call“ von Enrico Cerasuolo dokumentiert Entstehung und öffentliche Debatten um das 1972 erschienen Buch „The Limits of Growth“. Erstmals skizzierten hier Wissenschaftler die Grenzen des Wachstum vor dem Hintergrund von Bevölkerungsexplosion und wachsender Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit. 
Die Veranstaltung unterstützt die Ziele des Club of Rome.

  • Sonntag, 9. August

10:00-13:00 Uhr
Meisterhäuser Runder Tisch

Vom Resümee zum Manifest „Die Welt. Ein Haushalt“ 

Die Veranstaltung fand in wechselnden Podien in den Häusern und im Garten der Meisterhäuser statt.


Messeleitung: Dr. Regina Bittner und Elke Krasny


Die Haushaltsmesse wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Lotto-Toto ­Sachsen-Anhalt, Bundeszentrale für politische Bildung und Pice Accion Cultural.

     


Diesen Artikel teilen: