IKEA Bauhaus Sommer
Designer in Residence 2016

Für drei Monate leben und arbeiten die jungen Designer in den Meisterhäusern, um sich mit der „Bewegung“ als gestalterisches Thema auseinander zu setzen. Freizeit, Spielen, Freiraum geben den Orientierungsrahmen, wenn es für die jungen Designer darum geht, in ihrer Zeit am Bauhaus konkrete Ideen zu entwickeln, die zugleich die Bauhausgeschichte lebendig werden lassen.

Michael Mieskes aus München hat die Jury mit seinen konzeptuellen Ansatz des Projekts ‚Haltestelle’ überzeugt.

Die Form dieser ‚Haltestelle‘ ist bestimmt durch das vitruvianische Maß. Der dadurch abgegrenzte Raum bereitet einen Ort für eine Person. Zwei Details der Arbeit sind eine kleine Sitzfläche auf Kniehöhe und ein negativer Versatz auf Augenhöhe innerhalb der frontalen Wandfläche in Form eines Bildes. Sowohl die Proportion, als auch die Materialwahl der Arbeit lehnen sich an die Ästhetik der Bauhaus-Architektur an. 

Eine Haltestelle ist in ihrem alltäglichen Gebrauch ein Ort des Verweilens und der Bewegung. Doch durch ihre Unfunktionalität als Kunstwerk verwirkt sie ihre herkömmliche Qualität; der zu erreichende Ort ist ein imaginärer, der sich im jeweiligen Betrachter individuell ausfüllt. 

Michael Mieskes, „Haltestelle“, 2016

Christin Deringer aus Halle/Saale überzeugt in ihrer Bewerbung mit ihrer Projektidee zu Spielgeräten für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter. „micro urban play“, mit dem Projekt eröffnet sie eine thematische Auseinandersetzung zu Mikrospielplätzen als den kleinstmöglich gestalteten Spielraum für Kinder. Spielwert und Ästhetik knüpfen sich an gestaltbare Aspekte des Bauhauses an. Es werden Aspekte der Bauhauslehre aufgegriffen und in neuen Spielgeräten weiterentwickelt. Herauskommen soll der Entwurf eines Spielgerätes für Kinder im Alter bis 6 Jahren, der die Essenz eines Spielplatzes abbildet, Spielraum definiert und als Treffpunkt funktioniert.

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