near(ly) sounds – eine Klanginstallation von Alex Arteaga

  • Tag: 01.09-06.09
  • Ort: Bauhausgebäude, Brücke 2. OG
  • Uhrzeit: 10:00-17:00

Die Installation von near(ly) sounds im Bauhausgebäude ist die erste Realisierung dieses artistic research Framework. Entwickelt wurde es im Rahmen des Forschungsprojektes “Architektur der Verkörperung”. Durch eine minimalistische Installation wird einerseits die auditive Funktion des Gebäudes als Filter der Klänge seiner Umgebung und zugleich Generator und Resonator eigener Klänge erforscht und andererseits die Konstitution auditiver Objekte recherchiert. Es wird somit mit einem einzigen ästhetischen Dispositiv die Präsenz von nahen Klängen — near sounds — und beinahe Klängen — nearly sounds —, d.h. Klänge an der Schwelle ihres Erscheinens, untersucht.    

In der Produktionsphase der Installation — die vier Tage vor ihrer öffentlichen Präsentation stattfand — hat Alex Arteaga Schallaufnahmen im Installationsraum realisiert. Anschließend hat er bestimmte Aufnahmen ausgewählt und ohne jegliche Bearbeitung der Installation, kontinuierlich, auf denselben Punkten, auf denen sie realisiert wurden, diese durch geschlossene Kopfhörer wiedergegeben.

Das Hören, im Unterschied zum Sehen, ermöglicht die Präsenz von diffusen Wahrnehmungsphänomenen — etwas zu hören, ohne zu wissen, was es ist —, ohne ein Gefühl von starker Verwirrung zu haben, das den Hörvorgang stört oder sogar hindert, zu erzeugen. Dieses Merkmal des Hörens erweitert die Möglichkeiten phänomenologischer Erforschung der Konstitution perzeptueller Objekte. Die überwiegende Präsenz nicht objektivierter auditiver Ereignisse bildet das einzige Auswahlkriterium der Schallaufnahmen.