Bauhaus Kolleg V: Transit Spaces 1 – Juni 2003 bis Oktober 2004

Bauhaus Kolleg V (2003/2004) – Transit Spaces

Transiträume sind Orte, die am "metropolitan corridor" zwischen Berlin, Moskau, Petersburg und Bratislava liegen. Über die Transitstrecke rollen nicht nur die Karawanen der Fernlastzüge. Hier befinden sich auch die Hauptzugverbindungenm hier funktioniert das Handy, hier existiert der Zugang zum Internet – eine Kette privilegierter Orte also, die sich über den vom Sozialismus geprägten industriellen Raum legt. Transiträume sind Schnittstellen, in denen die zurückgebliebene Provinz mit der Welt von Nike, Nokia und CNN zusammentrifft.

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Das Programm der Stiftung Bauhaus Dessau beschäftigte sich mit den besonderen Dynamiken dieser urbanen Transition in Osteuropa. Anhand ausgewählter Orte entlang des Korridors wurde untersucht, welche Konturen das Stadtgewebe in Osteuropa gewinnen wird – und welche Risse es davonträgt. Mit dem Brückenschlag zwischen Ethnografie, Kunst und urban Design leistete die Stiftung einen Beitrag zum internationalen urbanistischen Diskurs, indem sie Stadträume nicht als zu formende Container betrachtete, sondern den Städten eine aktive Rolle in ihrer eigenen Transformation zubilligte.