Leo Grewenig – Bilder: Ausstellung 2011

Die Stiftung Bauhaus Dessau widmete einem wenig bekannten Bauhausschüler von Mai bis Juli 2011 eine Ausstellung im Meisterhaus Kandinsky/Klee 

Die Ausstellung der Stiftung Bauhaus Dessau zeigte Werke des Bauhausschülers Leo Grewenig erstmals in Sachsen-Anhalt. Anlass war eine großzügige Schenkung der Erbengemeinschaft Grewenig, durch die die Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau 2011 um 26 Werke des Künstlers bereichert wurde. Die Ölbilder und Arbeiten auf Papier vermitteln einen umfassenden Eindruck von der künstlerischen Entwicklung eines Malers, dem es gelang, aus der Lehre am Bauhaus eine ganz eigene Sprache zu entwickeln. Grewenigs Oeuvre reicht von einer frühen, gegenstandsorientierten Phase über eher surrealistische Experimente bis hin zu einer von der Natur angeregten, aber dennoch abstrakten Ausdrucksform.

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Neben den Arbeiten aus der Schenkung umfasste die Ausstellung im Meisterhaus Kandinsky/Klee auch weitere Leihgaben, die die Klassik Stiftung Weimar, die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, das Saarlandmuseum Saarbrücken das Museum der Stadt Bensheim und private Leihgeber zur Verfügung gestellt haben.

Leo Grewenig, 1898 in Heusweiler bei Saarbrücken geboren, hat an der Kasseler Kunstakademie, am Weimarer Bauhaus und an der Kunstschule Berlin- Schöneberg studiert. Nach seiner Lehrtätigkeit als Kunsterzieher im Saarland siedelte er 1957 nach Bensheim an der Bergstraße über, wo er bis zu seinem Tod 1991 ein beeindruckendes Werk hervorgebracht hat. Seine Werke befinden sich heute unter anderem im Saarlandmuseum Saarbrücken, in der Kunsthalle Mannheim, in der Klassik Stiftung Weimar, im Bauhaus-Archiv / Museum für
Gestaltung Berlin, im Museum Folkwang Essen, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und in der Sammlung der Bundesrepublik Deutschland.

* Anlässlich der Schenkung brachte die Stiftung Bauhaus Dessau auch eine besondere Publikation heraus. Die nummerierte Mappen-Edition unter dem Titel „Leo Grewenig. Bilder“ im DIN-A3-Format enthält hochwertige Reproduktionen, die einen guten Einblick in das Schaffen des Künstlers geben. Ergänzt werden die Werke durch ein Grußwort von Philipp Oswalt, einen einführenden Text von Lutz Schöbe und einem Text von Leo Grewenig selbst zu seinem biografischen und künstlerischen Werdegang. Die Mappe erschien im Verlag Spector Books, Leipzig. Ausstellung und Publikation werden durch das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

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