Rückblick Bauhaus Kolleg – Jahrgänge I bis IV

Das Bauhaus Kolleg besteht seit 1999. Im jährlichen Wechsel bearbeitet das Programm in theoretischer Vorarbeit und praktischer Umsetzung Themen an der Schnittstelle von Stadtplanung, Politik, Architektur und Design. Das Bauhaus Kolleg zeichnet sich durch die produktive Vernetzung der Disziplinen aus. Es versetzt seine Teilnehmer in die Lage, sowohl konzeptionell und forschend, als auch vermittelnd und gestalterisch intervenierend tätig zu werden.


  • B A U H A U S   K O L L E G   I V :   D O T . C I T Y (2002/2003)

Im Kollegjahr 2002/2003 galt die Aufmerksamkeit den mobilen Kommunikationsmedien, dem Internet und ihren Schnittstellen im urbanen Kontext. Seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts erleben diese Kommunikationstechnologien und -praktiken ein ungeheuer dynamisches Wachstum. Ihre zunehmend weltweite Verbreitung und Vernetzung hat weitreichende Folgen für fast alle Bereiche des Lebens, insbesondere aber für Ökonomie und Urbanität.

Dass Verflechtungen zwischen real worlds und virtual worlds bestehen und dass sie die Städte in ihrer Materialität, ihren infrastrukturellen Gegebenheiten und ihrem sozialen, politischen und gesellschaftlichen Gefüge verändern, ist evident. Doch wie genau finden diese Veränderungen statt? Es sind die Schnittstellen (Interfaces) an denen Veränderungen des Raumes besonders deutlich ablesbar sind.

Weitere Informationen unter http://alt.bauhaus-dessau.de/dotcity


  • B A U H A U S   K O L L E G   I I I :  S E R V E   C I T Y (2001/2002)

Nach Complex City und Event City wendete sich das Jahresthema 2001/2002 der neuen Dienstleistungstadt zu: Der Serve City. Hier ging es um die fundamentalen Transformationen der Stadt, die Veränderungen des Arbeitens und Wohnens durch die neuen Kommunikations- und Informationstechnologien. Die Einführung der Telematik rationalisiert nach der Automatisierung der Produktion die Bürokommunikation und den Handel. Sie erzeugt die Beschleunigung des transnationalen Transfers von Geld, Kapital, Wissen, Menschen und Gütern. Die baulich-räumlichen Strukturen und Lebensformen werden durch die modernen Technologien "verflüssigt", längst machen Kommunikations- und Informationstechnologien die Grenzen zwischen den Orten von Arbeit, Wohnen und Freizeit durchlässig.


  • B A U H A U S   K O L L E G   I :  E V E N T   C I T Y (2000/2001)

Das zweite Bauhaus Kolleg beschäftigte sich 2000 mit dem städtischen Raum als Spektakel. Grundlegend war der Umstand, dass die Stadt und ihre Entwicklung durch die Bewegung von Finanzen und Kapital, Handelswaren und kulturellen Materialien beeinflusst und neu gegründet werden. Während dieses Prozesses werden Städte zu imaginären Landschaften, Einkaufszentren und künstliche urbane Event-Stätten vermitteln den Eindruck, dass der gegenwärtige städtische Raum vornehmlich durch Praktiken des Konsums und des Vergnügens erschaffen wird. Gleichzeitig reflektieren die Repräsentationen einer postmodernen Stadt widersprüchliche Dynamiken zwischen Markt und Platz, Kultur und Ökonomie, vergänglichen Orten und Orten der sozialen Exklusion. Die dominanten Inszenierungen von Urbanität begegnen einem umstrittenen Gebiet, in dem symbolische Repräsentationen im städtischen Raum miteinander konkurrieren. Event City setzte sich mit diesen urbanen Inszenierungen.