Zeitschrift bauhaus 6 – Schlemmer!

Ausgabe 6 der Zeitschrift »bauhaus« steht ganz im Zeichen eines der vielseitigsten und berühmtesten Bauhäuslers überhaupt, der 2013 seinen 125. Geburtstag gefeiert hätte und vor einer großen Wiederentdeckung in den Museen der Welt steht: Oskar Schlemmer.

Von 1921 bis 1929 leitete er mehrere Werkstätten in Weimar und Dessau und schuf mit der Bauhausbühne ein Theaterlabor von Weltgeltung. Als bildender Künstler gehört er zu den wegweisenden Malern des 20. Jahrhunderts und prägte das Bild des »Neuen Menschen« entscheidend mit. Das neue Heft »Schlemmer!«, das im Januar 2014 erscheint, stellt Leben und Werk des Multi-Talents in all seinen Facetten vor: mit Texten über das fast schon mythische »Triadisches Ballett«, über die Bedeutung Schlemmers Meisterwerk »Bauhaustreppe«, und über seine letzten Lebensjahre in der inneren Emigration, die der Künstler  in einer Wuppertaler Lackfabrik an der Seite von Willi Baumeister verbrachte. Außerdem zeigt eine grafische Anleitung des Künstlers Blex Bolex, wie man Schlemmer richtig tanzt und der Magazinteil des Heftes bringt internationale Nachrichten aus der Bauhaus-Welt.

  • Die Anmut des Mechanischen: TORSTEN BLUME erklärt, wieso der künstliche Mensch bei Schlemmer eine große Rolle spielte und was er uns heute noch zu sagen hat
     
  • Meisterwerk der Theateravantgarde: FRANZ ANTON CRAMER über die Erfolgsgeschichte des »Triadischen Balletts«
     
  • Geschichte einer Rekonstruktion: Wie der Choreograf und Tänzer Gerhard Bohner in den Siebzigerjahren einen Mythos reparierte – eine Bildstrecke von GERT WEIGELT
     
  • Ethische Idee, ästhetische Form: INA CONZEN analysiert, wie Oskar Schlemmer in Zeiten des Krieges zu einer Mission der neuen Kunst fand 
     
  • Der Meister spricht: Ein fiktives Interview über den Bauhausgeist, das Dilemma der Malerei und die Marotten von Paul Klee – geführt von GESINE BAHR und INGOLF KERN 
     
  • Revolution in Zwenkau: WALTER PRIGGE schildert, wie Oskar Schlemmer im Haus Rabe zum Pionier der modernen Drahtplastik wurde
     
  • Letzte Ausfahrt Wuppertal: GERDA BREUER folgt dem Weg des verfemten Künstlers in die innere Emigration, der in eine Lackfabrik führte
     
  • Schlemmer im Selbstversuch: TORSTEN BLUME und BLEXBOLEX;mit einer tänzerischen Gebrauchsanweisung
                 
  • Die Antwort ist Nein: Wer in den vergangenen Jahrzehnten Schlemmer zeigen wollte, provozierte oft die Streitlust der Erben. PETER RAUE schreibt eine Chronik aus juristischer Sicht
     
  • Die Legende lebt: KARIN VON MAUR untersucht, wie das Gemälde Bauhaustreppe zu seinem Ruhm kam

Und im Magazinteil lesen Sie:

Was Christoph Stölzl über Dessau, seine Tante Gunta und Ovomaltine denkt ++ Warum es am Bauhaus mehr Maler gab, als man glauben würde ++ Was der neue designshop bauhaus dessau zu bieten hat ++ Warum Stararchitekt Daniel Libeskind Bauhausideen nach Sri Lanka exportiert ++ Wie sich im Werk von Le Corbusier die Landschaft entdecken lässt ++ Warum Richard Paulicks Kant-Garage abgerissen werden soll ++ Was westdeutsches Design 1984 in der DDR zu suchen hatte ++ Wie die Dessauer Meisterhäuser einen Sommer lang neu bewohnt wurden ++ Was eine Urbane Farm ist ++ Was die Sammlung an Neuzugängen bekam ++ Warum Erich Mendelsohn im Ersten Weltkrieg auch zeichnen konnte ++ Warum der Künstler Bernhard C. Striebel viel Zeit im Berliner Mies van der Rohe Haus verbringt


„bauhaus“ war zum ersten Mal zur Eröffnung des Dessauer Bauhausgebäudes im Dezember 1926 erschienen. Mit insgesamt 14 Ausgaben gehörte die Zeitschrift für Gestaltung bis 1931 zu den wichtigsten Instrumenten einer neuen Öffentlichkeitsarbeit am historischen Bauhaus. Redigiert und gestaltet wurde das Schul- und Fachblatt von Walter Gropius, László Moholy-Nagy, Wassily Kandinsky, Herbert Bayer, Hannes Meyer, Ernst Kallai und Joost Schmidt. Im April 2011 brachte die Stiftung Bauhaus Dessau eine neue Zeitschrift unter altem Namen heraus, die sich zweimal im Jahr den klassischen Fragen der Moderne ebenso widmet, wie den Gestaltungsaufgaben der Gegenwart – von der Architektur bis zum Städtebau. Herausgeber ist Philipp Oswalt, die Redaktion liegt in den Händen von Gesine Bahr und Ingolf Kern. Die Gestaltung obliegt den jeweiligen Jahresgrafikern der Stiftung Bauhaus in Dessau – 2013 ist es das Büro CYAN aus Berlin.

  • "bauhaus" ist in gut sortierten Buchhandlungen und in Museumsshops erhältlich, vertrieben wird die Zeitschrift von spector books, Leipzig.

 

Bauhaus, Ausgabe 6
Erscheinungstag 2. Januar 2014
152 S. deutsch/englisch
ISBN 978-3-944669-13-7
€ 8,- (+ Porto)

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