Agent*innen Talks

Freitag, 4. Juni 21
19:30 – 20:00 Uhr

Moderatorin: Silke Wallstein,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Stiftung Bauhaus Dessau

The Weavers’ Apprentice: Haptic Learning Tradition and Innovation
Kate Grenyer, Kuratorin, Dovecot Studios Edinburgh, Schottland

Kate Grenyer wird die Geschichte der Webereiausbildung bei Dovecot vorstellen und wie diese traditionelle Form des Lernens, die auf die mittelalterlichen Zünfte zurückgeht, von Dovecot modernisiert und an die Bedürfnisse der modernen Welt angepasst wurde. Anhand einer Fallstudie über die Arbeit der derzeitigen Auszubildenden Elaine Wilson wird erörtert, wie sich die Gobelin-Ausbildung weiterentwickelt hat, um neue Lernmethoden für das einundzwanzigste Jahrhundert zu entwickeln.

BASE as a Learning Machine
Marina Mussapi, Programmiererin und Projektleiterin BASE Mailand

Hybride kulturelle Orte bieten Raum für Experimente, verbinden Gemeinschaften und sind ein Testfeld für feldbasiertes, multidisziplinäres, nicht-formales Lernen. Der Beitrag des Vortrags konzentriert sich auf den Austausch einiger Schlüsselergebnisse und Praktiken aus einem Pilotprojekt, das kürzlich vom italienischen Kreativzentrum BASE Milano experimentiert wurde.

Center for design of everyday life
Koraljka Vlajo, Leiterin der Design-Sammlungen, Kunstgewerbemuseum Zagreb

Das Projekt brachte Partner aus Zagreb (Design, Kunstinstitutionen und die Stadt Zagreb) zusammen, um Möglichkeiten des partizipativen Managements in Zagreb zu erforschen, die Möglichkeiten kollektiven Handelns zu testen, indem Daten von den teilnehmenden Partnern gesammelt wurden (Digitalisierung von Designarchiven und Bildung einer kollektiven Datenbank über kroatisches Design) und verlassene Stadtgebiete durch kleine Designinterventionen einzubeziehen.

Samstag, 5. Juni 21
11:00 – 11:30 Uhr

Moderation: Jutta Stein,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Stiftung Bauhaus Dessau

Nachhaltigkeit durch Transformation – Textile Techniken und Materialien
Anna Gronemeyer, Kunstpädagogin und Textildesignerin, künstlerische Mitarbeiterin (Lehre und Forschung) Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Julia Kortus, Textildesignerin, künstlerische Mitarbeiterin (Lehre und Forschung) Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Anhand eines Workshops wird die Herangehensweise der Vermittlung von Nachhaltigkeit im textilen Kosmos für ein breites Publikum dargestellt. Der Workshop sensibilisiert das Bewusstsein der Teilnehmenden im Hinblick auf Material, Herstellungsprozesse, textile Wertschöpfungskette und textile Verarbeitungstechniken. Den Teilnehmenden wird durch simple Anreize textiles Wissen nahegebracht und so eine Basis zum Experimentieren gegeben.

How to think? How to make? How to live?
Corina Forthuber, Designerin und Univ.-Professorin, Mozarteum Salzburg

Das Referat gibt Einblicke in das Lehramtsstudium „Gestaltung: Technik. Textil“ mit Leitbild und Beispielen aus der Praxis. Es werden Möglichkeiten von Gestaltung und Vermittlung von der Universität bis hin zur Schule in Österreich innerhalb des neuen Studien- und Unterrichtsfaches erläutert.

Samstag, 5. Juni 21
13:00 – 13:30 Uhr

Moderation: Valerie Stephanie,
Referentin Kulturelle Bildung, Klassik Stiftung Weimar

Outdoor-Rundgang "Rad-wahn"
Pia Lädrach, Geschäftsleiterin CREAVIVA im Zentrum Paul Klee

Der neue Spaziergang im Umland des Zentrum Paul Klee verbindet wichtige Stationen im Lebenslauf von Paul Klee mit vielfältigen Bewegungsformen und interaktiven Tätigkeiten in der Natur. Es gilt nicht nur das Rad der Zeit zurückzudrehen und viel über das Leben des Künstlers zu erfahren, sondern dem Titel des Werkes "Rad-wahn" nachzugehen und über Wahn sowie über die Verbindung von Kunst und Natur zu philosophieren. Der Bollerwagen unserer Kunstvermittler*innen ist reich bestückt mit Materialien, um draußen in der Natur tätig zu werden. Mit spielerischen Elementen können die Kinder selber Spuren in der Natur hinterlassen, die einen handfest auf dem Boden, in der Landschaft, die anderen als bewegte Bänder in der Luft, wieder andere bleiben als Gedanken und Erinnerungen an ein fröhliches Erlebnis im Kopf und Herz jedes Einzelnen. Das Creaviva im Zentrum Paul Klee versteht sich als Kompetenzzentrum für praktische Kunstvermittlung für Menschen von 4 bis 88 Jahren. Zu den Gästen des Creaviva gehören nebst jährlich rund 8‘000 Schüler*innen, welche Workshops im Klassenverband besuchen, vor allem ein Mehrgenerationenpublikum im Offenen Atelier und Menschen mit Beeinträchtigungen. Das Creaviva vermittelt nicht nur Kunst. Es vermittelt vor allem auch die Freude am Gestalten unserer Welt.

A&DO – Learning Centre for Architecture and Design: A&DO Lab on tour (2021, 2022, 2023)
Hanna Kapanen, Bildungskuratorin, Design Museum Helsinki, Koordinatorin A&DO Lab

Architektur und Design gehören allen. Sie umgeben uns überall. Als Nutzer kennen Sie Ihre Umgebung am besten.  Das A&DO Lab gibt Ihnen die Möglichkeit zu erkunden und zu beobachten. Sie können die Wohnumgebung aus der Perspektive eines Designers betrachten. Gleichzeitig können Sie skizzieren, wie die Umgebung in Zukunft aussehen könnte. Das national tourende A&DO Lab bringt Grüße aus Helsinki, dem Museum für Finnische Architektur und dem Design Museum. Die Objekte aus den Sammlungen der Museen reisen mit A&DO Lab in verschiedene Teile Finnlands. Die Ausstellung zeigt auch Beispiele für Design und Architektur an den Orten, an denen die Ausstellung zu sehen ist. Das Ziel des A&DO Labs ist es, Museumssammlungen, Museumslernen, Designgeschichte und Architektur- und Designausbildung zusammenzubringen, um die Möglichkeiten zu erforschen, wie Objekte als wichtige Werkzeuge zum Lernen eingesetzt werden können. A&DO – Learning Centre for Architecture and Design möchte Menschen dazu ermutigen, durch gemeinsame Erfahrungen und gemeinsames Tun etwas über ihr Lebensumfeld zu lernen. Das Zentrum wird in den Jahren 2020-2023 mit Hilfe des Museum Vision Zuschusses der Finnischen Kulturstiftung eingerichtet. Im Frühjahr 2021 startet A&DO ein tourendes A&DO Lab, das an sechs verschiedenen Orten in Finnland unterwegs ist, um Menschen zum Lernen über Architektur und Design zu inspirieren.

Samstag, 5. Juni 21 
15:30 – 16:00 Uhr

Moderation: Friederike Holländer,
Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung, Bauhaus Archiv Berlin
Co-Moderator: Jason Nam, Direktor Design Disco

Explore the space! Experiential learning practices in the museum of architecture
Kadi Kriit, Museumspädagogin für Architektur und Design, Architekturmuseum Tallin

Ausstellung zum Anfassen und Lernen in einer städtischen Umgebung – die Erfahrung des Estnischen Architekturmuseums. "Entdecke den Weltraum!" ist eine interaktive Dauerausstellung im Estnischen Architekturmuseum. Ihr Hauptzielpublikum sind Kinder und junge Menschen. Die Ausstellung lehrt, wie man den Raum erlebt und das Wesen der Architektur mit allen Sinnen erfasst. Jungen Menschen die gebaute Umwelt im Rotermann-Viertel (kleines Viertel im Stadtzentrum von Tallinn, in der Nähe des Estnischen Architekturmuseums) anhand von sieben Themen, die für den städtischen Raum relevant sind, näher zu bringen, ist ein weiterer Weg, eine umweltbewusstere Generation heranzuziehen. Das Ziel des Bildungsprogramms ist es, die Menschen dazu zu bringen, dem städtischen Raum mehr Aufmerksamkeit zu schenken und bewusster mit ihm umzugehen.

The foundation of ‘Olympus’: A New Program for artists and designers inspired by the Bauhaus School. Opened at the Liebling Haus Tel Aviv in 2020
Eran Eizenhamer, Architekt, Kurator und Pädagoge (mit Maayan Mozes und Ana Wild).

Olympus ist ein innovatives Programm für junge Künstler und Designer, die Kunst, Architektur, Design, Performance und Tanz Studien abgeschlossen; Menschen, die eine flexible, einzigartige Plattform zu entwickeln, zu erweitern und zu verfeinern ihre kreative Arbeit suchen. Der Ansatz mischt verschiedene Werkzeuge, Techniken und Vokabeln, um Handlungsfelder zu erweitern und die kreative Vision des Schöpfers zu entwickeln und zu verfeinern. Unser Ziel ist es, eine innovative, kreative Lernerfahrung zu schaffen, die Kreative auf ihrem Weg unterstützt, ihren Weg in der Welt mit Neugier, Agilität und Reaktionsfähigkeit zu finden und mutig zu ebnen. Die pädagogische Philosophie des Programms basiert auf Gleichheit, Dialog und kollaborativer Kreation. Der Olympus konzentriert sich auf wertvolle Interaktionen, Gruppenstudien und experimentelle Arbeit, aufmerksam auf die individuellen Tendenzen und Lerngewohnheiten jedes Teilnehmers. Es gibt keine langweiligen Vorträge oder autoritäre, hierarchische Bewertungen bei Olympus. Das Programm wurde von einem Team von Pädagogen, Architekten, Künstlern, Kuratoren, Designern und Kunsthandwerkern entwickelt, die von der Bauhaus-Schule inspiriert wurden. Der Rahmen und die Inhalte von Olympus bieten eine aufregend experimentelle und vielfältige Lernerfahrung. Team:  Maayan Mozes, Ana Wild, Ishai Shapira Kalter, Merav Kamel, Hila Cohen-Schneiderman, Yoni Raz Purtugali, Eran Eizenhamer. Das Liebling Haus – The White City Center ist ein einzigartiger Forschungs- und Lernort für Architektur und Stadterhaltung im Herzen von Tel Aviv. Das White City Center befindet sich im historischen Liebling Haus und wurde 2015 gemeinsam von der Stadtverwaltung Tel Aviv-Jaffa und dem Bundesministerium für Inneres, Bauen und Kommunales gegründet. Dieser Ort bringt Planer, Künstler und die Öffentlichkeit zusammen, um die Vergangenheit der Stadt zu feiern und ihre Zukunft zu gestalten. Als führende Forschungs- und Ausbildungseinrichtung für Architektur, Konservierung, Kunst, Design und Urbanismus fördert das Zentrum kooperative Beziehungen zwischen Fachleuten und Gemeinden.