Bauhaus Lab
Global Modernism Studies

Ziel des Bauhaus Labs ist die Schaffung einer interdisziplinären Forschergemeinschaft, die sich für drei Monate mit einem Thema aus dem Umfeld des Global Modernism auseinandersetzt. Bewerben können sich internationale Berufseinsteiger und Postgraduierte aus den Bereichen Architektur und Design sowie junge Kuratoren und Designforscher. Die acht Teilnehmer werden von einer international besetzten Jury ausgewählt.

Im Fokus jedes Bauhaus Labs steht ein Objekt moderner Gestaltung, das zugleich den thematischen Anker wie den Ausgangspunkt der gemeinsamen Forschungsreise bildet. Das Programm wird in englischer Sprache gehalten und ist kostenfrei. Nach Abschluss der drei Monate werden die Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung am Bauhaus in Dessau präsentiert.


Bauhaus Lab 2018

Konrad Wachsmann u. Walter Gropius, General-Panel-System, 1942/43, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: George H. Davis

Bauhaus Lab 2018
The universal connector: Building systems after the Bauhaus
7. Mai – 9. August 2018

„Im Winter 1941 haben Walter Gropius und ich in Lincoln Mass. beschlossen, in möglichst umfassender Weise ein System der Baukonstruktion im Sinne industrieller Forderungen zu entwickeln, das später unter dem Namen General Panel System bekannt wurde.“ Dabei ging es Konrad Wachsmann nicht um einen besonderen Haustyp, sondern um ein universelles Bausystem, bestehend aus Standardverbindungen und Standardprofilen.

Das Bauhaus Lab 2018 erforscht nun die dieser Baukonstruktion zugrundeliegenden universellen, 1944 in den USA patentierten, Verbindungsstücke als Teile einer neuen Raumarchitektur großer Spannweite. 

Wie kaum ein anderer moderner Architekt hat Wachsmann die Industrialisierung des Bauens und die damit verbundenen Möglichkeiten eines „Wendepunkts“ in der Architektur vorangetrieben. Seine Vision war ein neuer, die Schwerkraft überwindender Raum, befreit von der die Masse und Monumentalität der konventionellen Baukunst. Universelle Kombinatorik und maximale Flexibilität der vorgefertigten Verbindungsteile sollten potentiell jeden zum Gestalter der gebauten Umwelt machen. Wachsmanns Visionen des industriellen Bauens reichten weit über das hinaus, was in den Retorten-Städten des Massenwohnungsbaus ab den 1960er Jahren zur Anwendung kam. 

Die internationalen Teilnehmer des Bauhaus Lab 2018 untersuchen die im metallischen Verbindungsknoten gebündelten Elemente und Diskurse: Soziale Positionierungen wie für „Wohnraum für alle“ liegen ebenso in der DNA der Vorfertigung, wie Technovisionen einer Architektur als Medium universeller Konnektivität. Die im Ergebnis der Recherchen gemeinsam erarbeitete Ausstellung im Bauhaus bildet ein offenes System, das Anknüpfungspunkte für das Zusammenbauen gegenwärtiger Behausungen bietet.

Die Teilnehmer, acht junge Professionelle die in den Feldern Design und Architektur gestalterisch, kuratorisch oder forschend arbeiten, wurden von einer internationalen Jury ausgewählt. Das Programm endet mit einer gemeinsamen Ausstellung am Bauhaus Dessau.


Projektleitung
Dr. Regina Bittner
bittner@bauhaus-dessau.de

Projektmanagement
Philipp Sack
sack@bauhaus-dessau.de
P +49-(0)340-6508-403