Wir bauen!

Liebe Besucher*innen,

das Bauhausgebäude ist knapp 100 Jahre alt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Entsprechend muss es permanent gut gepflegt und regelmäßig saniert werden. Auch momentan finden Sanierungsarbeiten im und am Bauhausgebäude statt. Wir bemühen uns, die Einschränkungen für unsere Besucher*innen so gering wie möglich zu halten. Ganz lassen sie sich jedoch nicht vermeiden. Aber vielleicht sehen Sie es auch als Chance: Selten sieht man so anschaulich, was es bedeutet, ein Welterbe zu erhalten.

Bauhaus-Schriftzug

Der berühmte vertikale Schriftzug an der Fassade des Südtreppenhauses wird saniert. Die Metallbuchstaben, bei denen es sich vermutlich um Rekonstruktionen aus dem Jahr 1976 handelt, mussten dafür demontiert werden. Sie werden momentan in einer Metallwerkstatt repariert und neu lackiert. Voraussichtlich im August wird der Schriftzug wieder angebracht.

Putzarbeiten

Am Sockel des Bauhausgebäudes und auch an der Fassade des Südtreppenhauses wird der Putz erneuert. Nachdem der alte Putz abgeschlagen ist, wird er neu aufgetragen. Es handelt sich hierbei um einen speziellen Putz: Er beinhaltet Glimmeranteile. Das Bauhausgebäude erstrahlt damit tatsächlich in besonderem Glanz.

Fenstersanierung

Einige wenige Fenster im Bauhausgebäude stammen noch aus seiner Entstehungszeit. So auch im Sockelgeschoss. Dort werden alle Fenster momentan repariert und neu gestrichen. Hierbei kommt es im Bereich der Ausstellung Archäologie der Moderne zu temporären Einschränkungen für die Besucher*innen.

Dacharbeiten

Die Bleche an den Rändern des Daches – die sogenannten Attika-Bleche ­– werden erneuert. Die Attika ist die Verlängerung der Außenwand zum Anschluss an das Flachdach. Die Abdeckbleche decken den oberen Abschluss der Außenwand ab und schützen diesen vor Witterungseinflüsse. Zusätzlich dienen sie als oberste Ebene vor dem Eindringen von Wasser in die Dachkonstruktion. 

Ateliergebäude

In einzelnen Besucherzimmern im Ateliergebäude wird der historische Steinholzestrich saniert. Diese nun fast 100 Jahre alten Böden benötigen eine Sanierung und anschließende Einpflege, um diese Substanz auch noch für zukünftige Generationen erhalten zu können. Für alle sichtbar sind besonders Risse, die nicht nur optisch die Homogenität der Oberfläche stören, sondern auch zu massiven nachhaltigen Schäden des Materials führen können. Feuchtigkeit kann in den Estrich eindringen und dessen Struktur zersetzen, was zu erheblichem Material- und damit Substanzverlust führen kann. Jetzt werden diese Risse nach vorbereitenden Arbeiten mit farblich angepasstem Material verfüllt und damit verschlossen, so dass weiteres Eindringen von Feuchtigkeit und Materialzerstörung verhindert werden.

Mithilfe des Gerüsts am Ateliergebäude werden an der Westfassade Rissmonitore angebracht. Über die Dauer eines Jahres sollen diese in Verbindung mit den Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes Aufschluss über die Zusammenhänge der klimatischen Bedingungen und dem Rissverhalten bringen.