Fractals und Futura von Hedwig Dances und Institute of Design, Illinoise Institute of Technology

⁂ Performance ⁂

Fractals:
Fr, 12. Sept 2019
19.30 Uhr

Futura:
Fr, 12. Sept 2019
20 Uhr

–> Bauhausgebäude, Bühne

Tickets: 5 €

In der Performance „Fractals“, die als Prolog zur Tanzperformance „Futura“ der Hedwig Dance Company entwickelt worden ist, haben Studierenden und Lehrende des Institute of Design, Illinois Institute of Technology in Chicago das 1937 von László Moholy-Nagy als „New Bauhaus“ gegründet worden ist, die Empfehlung von Moholy-Nagy umgesetzt, das Tanzen als „Erfüllung raumgestalterischer Wünsche“ zu entdecken. In der etwa 15minütigen Performance präsentieren sich die Akteure als jeweils spezifisch durch Kostüme und Requisiten verwandelte Raum- und Bewegungscharaktere – als Fraktale eines sich immer wieder neu formulierenden gemeinsamen Raumwerkes. Schließlich kommt auch das gesprochen Wort zum Einsatz: Anknüpfend an 1937/1938 von Moholy-Nagy am „New Bauhaus“ praktizierten Übungen zur „Group Poetry“ haben die Studierenden gemeinsam lyrische Texte entwickelt, die sie in den Sound der Performance integrieren.

Konzeption Jeffery Mau (IIT Institute of Design), Jason White (Leviathan), Torsten Blume (Stiftung Bauhaus Dessau)

Performer*innen (Studierende des IIT Institute of Design (ID) Tyler Besecker, Audrey Gordon, Surbhi Kalra, Teresa Lafranchise, Alexandria Rengifo

IIT Institute of Design
Das IIT Institute of Design ist eine 1937 in Chicago von László Moholy-Nagy gegründete Designschule. Nach einem Aufenthalt in London war Moholy-Nagy auf Einladung des Chicagoer Kunst- und Industrieverbands 1937 nach Chicago gezogen, um eine neue Designschule zu gründen, die er das New Bauhaus nannte. Aufgrund finanzieller Probleme wurde die Schule aber bereits 1938 kurzzeitig geschlossen, konnte aber dank der Unterstützung durch den Industriedesigner Walter Paepcke (Vorsitzender der Container Corporation of America) 1939 als Chicago School of Design weiterarbeiten. 1944 wurde diese Schule zum Institute of Design, das seit 1949 Teil des „Illinois Institute of Technology“. 1946 dokumentierte Moholy hat in seinem Buch „Vision in Motion“ sein Lehrkonzept für die School of Design. Heute ermöglicht das Institute of Design die Ausbildung zum Master of Design (MDes) und zum Master of Design Methods (MDM) sowie einen Forschungsabschluss als PhD, der das erste Doktorandenprogramm für Design in den USA gewesen ist.

Jeffery Mau / Konzeption
Der Designer Jeffery Mau kombiniert Geschäftsstrategie und Erfahrungsdesign, um komplexe Systeme in benutzerfreundliche Lösungen zu verwandeln, die das Geschäftswachstum und die Kundenbindung vorantreiben. Er hat weltweit führende Unternehmen in den Bereichen Mobilfunk, öffentlicher Verkehr, Konsumgüter, Landwirtschaft und Telekommunikation beraten. Zu den Kunden zählen: Digitas, Leo Burnett, SapientRazorfish, das Verkehrsministerium von Miami-Dade, Altria, BlackRock, Dow, Whirlpool, MillerCoors, Emerson, Lexmark, Samsung, Disney, Merrill Lynch, Target, John Deere, AT & T, Vodafone und Sprint . Mau hat einen Master of Design Methods-Abschluss vom IIT Institute of Design, das allgemein als Top-Programm für Innovation und Strategie anerkannt ist. Er hat einen BFA in Fotografie und Design vom Kansas City Art Institute. Jeff Mau unterrichtet am IIT Institute of Design in Kursen für Innovation und Expierence Design. Dabei reflektiert an der ursprünglich als New Bauhaus in Chicago gegründeten Schule strategisches Designdenken auch mit ökonomischen Recherchen und Studien die traditionell eher an Business Schools praktiziert werden. Zuvor unterrichtete Mau auch im Graduate MFA in Design am California College of the Arts und im Master of Business Innovation an der CEDIM in Mexiko.

Jason White / Video, Konzeption
Jason White ist Medienkünstler und Designer sowie Gründer des Kollektivs „Leviathan“. Die Künstlergruppe in der sich die Leidenschaften für Technologie und Design verbinden, entwickelt multimediale und interaktive Szenografien, in denen das Publikum zum Teil der Inszenierung wird. „Leviathan“ hat Projekte für zahlreiche renommierte Medienunternehmen entwickelt, z.B. für „Te Creators Project“, „Communication Arts“, „Motionographer“, „Stash“, „The Verge“ und „Wired“ und damit internationale Anerkennung gefunden. Aber auch für für viele andere weltweit führende Unternehmen und Institutionen wie Nike, Google, Microsoft, Disney und das Art Institute of Chicago hat „Leviathan“ Projekte entwickelt und umgesetzt. Neben dieser Arbeit vermittelt White seine Erfahrungen auch als Berater in Unternehmen und Lehrer an verschiedenen Hochschulen.

Veranstaltungsort:
Bauhausgebäude, Bühne