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täglich
vom 10. August 2018
bis 31. Dezember 2018

Ausstellung Bauhaus Lab 2018: Die Kunst des Fügens. Entwurf einer universellen Verbindung

10:00 Uhr

Die Ausstellung "Die Kunst des Fügens. Entwurf einer universellen Verbindung" entstand durch Archivrecherchen und Exkursionen nach Berlin, Ulm, Boston und Chicago. Dort begaben sich die Teilnehmer an Wirkungsstätten Wachsmanns auch auf unmittelbare Spurensuche. 

Ausstellung
"Die Kunst des Fügens. Entwurf einer universellen Verbindung"

Das Bauhaus Lab 2018 "The universal connector: Building systems after the Bauhaus" hat sich in den vergangenen drei Monaten mit der historischen Relevanz des Knotens für die Architektur der Moderne vor allem im Kontext der transatlantischen Diskurse der Nachkriegsmoderne auseinandergesetzt. Zum Abschluss des Lab sind interessierte Studierende sowie Architekten, Designer, Kulturwissenschaftler und Kuratoren zu einem Symposium eingeladen, um mit Gestaltern, Historikern und Wissenschaftlern sowie den Teilnehmern des Bauhaus Lab 2018 über die Architektur der Systeme, die ambivalente „Legacy“ der Vorfertigung und über die Aktualität des „Wendepunkts" im Bauen.

Acht junge Gestalter, Kuratoren und Wissenschaftler haben Konrad Wachsmanns Universalknoten in den vergangenen drei Monaten als Grundlage eines industrialisierten Bausystems erforscht. Dabei untersuchten sie den historischen Kontext und die transatlantischen Diskurse der Nachkriegsmoderne, die der metallische Knoten verknüpft. Die Ausstellung "Die Kunst des Fügens. Entwurf einer universellen Verbindung" entstand durch Archivrecherchen und Exkursionen nach Berlin, Ulm, Boston und Chicago. Dort begaben sich die Teilnehmer an Wirkungsstätten Wachsmanns auch auf unmittelbare Spurensuche. 

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13.
Dezember
2018

Sprachkunst am Bauhaus | Die Anhaltische Landesbücherei zu Gast im Bauhaus

19:00 Uhr

In Poesie und Sprachkunst lassen sich Vielschichtigkeit und Ambivalenz eines erst vage erahnten neuen Werdens oft besser fassen als in Bildern und Programmen. Nicht zuletzt deshalb haben die Gestalter des …

Die Anhaltische Landesbücherei ist zu Gast im Bauhaus.

In Poesie und Sprachkunst lassen sich Vielschichtigkeit und Ambivalenz eines erst vage erahnten neuen Werdens oft besser fassen als in Bildern und Programmen. Nicht zuletzt deshalb haben die Gestalter des neuen Lebens für neue Menschen auch am Bauhaus immer wieder Gedichte oder andere Texte geschrieben, in denen sie die Sprache, Worte und Buchstaben als Bau-Materialien benutzt haben um ihre Einbildungskraft zu trainieren, um phantasievoller und spielerischer zu werden und auch um Widerstände gegen das Entschiedene, Vereinfachte und Rationalisierte entwickeln zu können. Dieses Phänomen ist aber bislang kaum wahrgenommen und erforscht worden, sieht man von Untersuchungen und Veröffentlichungen zu einzelnen dichtenden Bauhauskünstlern, wie z.B. Paul Klee und Wassily Kandinsky ab. Vorgestellt werden Gedichte von Josef Albers, Alfred Arndt, Marianne Brandt, Johannes Driesch, Johannes Itten, Lucia Schulz-Moholy, László Moholy-Nagy, Günter Hirschel-Protsch und Oskar Schlemmer und lyrische Texte anderer Bauhäusler.

Einführung und Moderation: Torsten Blume

Abgelaufene Termine

1.
Dezember
2018

„Experiment Bauhaus“: Von der kulturellen zur nationalen Einheit

17:00 Uhr

Die Ausstellung von 1988 als Meilenstein des deutsch-deutschen Kulturaustauschs im Gespräch mit Dr. Peter Hahn, ehemaliger Direktor des Bauhaus-Archivs, Museum für Gestaltung Berlin und Prof. Rolf Kuhn, ehemaliger Direktor des …

Eine Ausstellung im Gespräch

„Weit ist der Weg zur Normalität“ – so betitelt der Tagesspiel im Jahr 1988, ein Jahr vor der Wiedervereinigung, eine Besprechung der Ausstellung „Experiment Bauhaus“ des Bauhaus Archivs Berlin (West) im Bauhaus Dessau (Ost). Aber nicht die 340 Exponate der Schau, sondern ihre politische Bedeutung bestimmte den Bericht: „als Symbol für die kulturellen Gemeinsamkeiten beider deutscher Staaten“ und als Beitrag „zur Entwicklung normaler gutnachbarlicher Beziehungen“.

Die Ausstellung ging zurück auf das 1986 unterzeichnete Abkommen zum kulturellen Austausch beider deutscher Teilstaaten. Die Bauhaus-Ausstellung war hier bereits fixiert. Avancierte das Bauhaus bereits vor dem Fall der Mauer zum Symbol der kulturellen Einheit Deutschlands?  1986 war das Bauhaus in Dessau als „Zentrum für Gestaltung“ neu gegründet worden und bot neben Veranstaltungen zu Städtebau und Formgestaltung mit der Bühne auch eine Plattform für die alternative Kunstszene in der DDR. Viele Künstler hatten hier ihre letzten Auftritte bevor sie mit Verboten belegt wurden. Und obwohl diese Ost-Avantgarde in den offiziellen Verlautbarungen der DDR-Repräsentanten keine Rolle spielte, verbanden möglicherweise viele tausend Besucher mit „Experiment Bauhaus“ nicht nur historische Exponate, sondern auch jene kulturellen und Experimente, welche die damalige Gegenwart provozierten.

Im Jahr 2018 liegt diese für die deutsch-deutsche Bauhausrezeption so bedeutsame Schau 30 Jahre zurück. Abstand genug, um mit ehemaligen Akteuren, Zeitzeugen und Besuchern über dieses Experiment diskutieren. Das Gespräch soll die Möglichkeit geben, kurz vor dem 100-jährigen Bauhausjubiläum 2019 über die unterschiedlichen, mit dem Bauhaus verbundenen, Erwartungen und Hoffnungen im wiedervereinten Deutschland zu reflektieren. 

Gäste:
Dr. Peter Hahn, ehemaliger Direktor des Bauhaus-Archivs, Museum für Gestaltung Berlin
Prof. Rolf Kuhn, ehemaliger Direktor des Bauhauses Dessau

Moderation:
Dr. Regina Bittner, Leiterin der Akademie der Stiftung Bauhaus Dessau

Der Eintritt ist frei.  

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1.
Dezember
2018

Zeitschrift Bauhaus 10 – Standard | Release

19:00 Uhr

Bauhaus 10 widmet sich dem Thema „Standard“ aus historischer und zeitgenössischer Perspektive. Es stellt Patente der Moderne ebenso vor wie Carl Fiegers Wohnmaschine oder Konrad Wachsmanns Fertighaus-System. Das Heft trifft …

Einführung, Fotoausstellung und Empfang

Typen, Normen und Gesetze bestimmen unseren Alltag: Standards machen vergleichbar, aber auch gleich, setzen Maßstäbe und müssen immer wieder neu verhandelt werden. Vor allem in Dessau strebte man am Bauhaus nach Standardisierung in Architektur und Gestaltung, verhieß sie doch mehr Lebensqualität für die breite Masse.

Bauhaus 10 widmet sich dem Thema „Standard“ aus historischer und zeitgenössischer Perspektive. Es stellt Patente der Moderne ebenso vor wie Carl Fiegers Wohnmaschine oder Konrad Wachsmanns Fertighaus-System. Das Heft trifft auf DIN-Erfinder und Neufert-Experten, Bauhaus Agenten und Norm-Erneuerer und nähert sich mit Architekten, Künstlern und Vermittlungsexperten den „Standard-Fragen“.

Auch die Zeitschrift selbst ist ein typografisches Experiment mit Standards. Die Gestalter der Münchener Grafik Agentur haben sich selbst Regeln unterworfen: Sie nutzen die Arial als eine der Standard-Schriften des digitalen Zeitalters und setzen das Heft konsequent in einer einzigen Schriftgröße.

Im Rahmen eines kleinen Empfangs werden Autoren eine kurze Vorstellung des Magazins geben.

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1.
Dezember
2018

Staging the Bauhaus: John Cages "Europera 5"

20:00 Uhr

Das Bauhaus und das Theater der Stadt – diese Verbindung war schon in den 1920er Jahren eng.

„200 Jahre lang haben uns die Europäer ihre Opern geschickt. Nun schicke ich sie alle zurück." 
– John Cage über Europeras. 

Mit seiner Opernserie Europeras durchbricht John Cage die Normierungen der europäischen Opernwelt des 18. und 19. Jahrhunderts. Nicht nur die Musik unterwarf der Komponist und Musiker einem Zufallsgenerator, sondern auch die Bühnenbilder – zusammengestellt aus dutzenden Opern, Requisiten, Licht und Tanzfiguren. Cage hat keine der Noten der Europeras selbst komponiert, sondern arbeitete ausschließlich mit dem Material anderer Komponisten. Durch die nicht beeinflussbare Kombination der Musik entstehen ganz neue, unkalkulierbare Bezüge. Europeras gilt als Cages größte und radikalste Musiktheaterarbeit. Heute wird sie nur noch selten aufgeführt. Europera 5 (1991) ist der letzte und reduzierteste Teil der Opernserie: zwei Sänger, ein Pianist und ein Grammophon-Spieler interpretieren jeweils sechs von ihnen ausgewählte Opernwerke. Diese werden zufällig und unabhängig nebeneinander dirigiert. Die Aufführungsdauer beträgt exakt 60 Minuten.

Zum achten Mal ist das Anhaltische Theater bei der Stiftung Bauhaus Dessau zu Gast, um ein musikalisches Projekt zwischen Experiment, Klang, Körper und Performance auf die Bauhausbühne zu bringen. Standard, das Jahresthema der Stiftung Bauhaus Dessau, ist im Jahr 2018 Anlass Europera 5 neu zu inszenieren. 

Bauhausgebäude Dessau, Bühne 

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