Bauhaus Lab 2018
Die Kunst des Fügens. Entwurf einer universellen Verbindung

9. August – 30. November 2018
täglich 10 – 17 Uhr
Bauhausgebäude

Konrad Wachsmanns Universalknoten ist ein metallenes Verbindungsstück zur Konstruktion von Fertighäusern, das im Schatten des Zweiten Weltkrieges erfunden wurde. Verwendet wurde er erstmals 1949 in dem von Wachsmann und Walter Gropius entwickelten General Panel System. Für Wachsmann verband der Knoten sein Interesse an Rationalisierung und Standardisierung der Architektur mit Vorstellungen universeller Anwendbarkeit. Wie kaum ein anderer hat Wachsmann die Industrialisierung der Architektur und die damit verbundenen Möglichkeiten hin zu einem „Wendepunkt im Bauen“ vorangetrieben.

Das Bauhaus Lab 2018 "The universal connector: Building systems after the Bauhaus" hat sich drei Monate mit der historischen Relevanz des Knotens für die Architektur der Moderne vor allem im Kontext der transatlantischen Diskurse der Nachkriegsmoderne auseinandergesetzt. Zum Abschluss des Lab waren interessierte Studierende sowie Architekten, Designer, Kulturwissenschaftler und Kuratoren zu einem Symposium eingeladen, um mit Gestaltern, Historikern und Wissenschaftlern sowie den Teilnehmern des Bauhaus Lab 2018 über die Architektur der Systeme, die ambivalente „Legacy“ der Vorfertigung und über die Aktualität des „Wendepunkts" im Bauen zu diskutieren.

Die gleichnamige Ausstellung wird bis zum 30. November zu sehen sein. Acht junge Gestalter, Kuratoren und Wissenschaftler haben Konrad Wachsmanns Universalknoten in den vergangenen drei Monaten als Grundlage eines industrialisierten Bausystems erforscht. Dabei untersuchten sie den historischen Kontext und die transatlantischen Diskurse der Nachkriegsmoderne, die der metallische Knoten verknüpft. Die Ausstellung entstand durch Archivrecherchen und Exkursionen nach Berlin, Niesky, Ulm, Boston und Chicago. 


Abschlusssymposium
Donnerstag, 9. August 2018
11 – 16 Uhr

Die Gäste des Symposiums sind: Suzanne Strum (Architekturhistorikerin, Barcelona), Douglas Murphy (Architekt und Autor, London), Christian Sumi (Architekt, Zürich) und Georg Vrachliotis (Professor für Architekturtheorie, KIT Karlsruhe), sowie die Teilnehmer des Bauhaus Lab 2018: Elizabeth Andrzejewski, Phillip Denny, Rhiannon Haycock, Ezgi Isbilen, Adam Przywara, Eva-Maria Offermann, Daniel Springer, Lisi Zeininger.

Das Symposium findet in englischer Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zeitplan

11 – 12:30 Uhr
The Architecture of Systems

Einführung: Regina Bittner
Statements: Georg Vrachliotis, Suzanne Strum
Diskussion mit den Teilnehmern des Bauhaus Lab

13:30 – 15 Uhr
The contested legacy of prefabrication

Statement: Douglas Murphy
Diskussion mit den Teilnehmern des Bauhaus Lab

15 – 16 Uhr
The topicality of the “turning point of building”

Statement: Christian Sumi
Diskussion mit den Teilnehmern des Bauhaus Lab

17 Uhr
Ausstellungseröffnung