Digitalisierungsprojekt gestartet:
Schulen des Aufbruchs

Schulen des Aufbruchs.
Ein digitaler Atlas der Bauhauspädagogik nach 1933

Mit dem Projekt Schulen des Aufbruchs entwickelt die Stiftung Bauhaus Dessau einen digitalen Atlas zur Bauhauspädagogik nach 1933. Damit entsteht ein digitaler Ort, der Forschungen zu den globalen Wechselbeziehungen der Bauhauspädagogik mit Reformprojekten in der Gestaltungslehre im 20. Jahrhundert zusammenführt. Moderne Mapping-Verfahren schaffen eine dynamische räumliche Visualisierung von Datensätzen zu Kunst- und Gestaltungsschulen nach dem Bauhaus. Sie veranschaulichen den Nutzer*innen, auf welche Art und Weise, in welchen institutionellen Formen und in welchem besonderen lokalen bzw. geopolitischen Kontext Aspekte der Bauhauspädagogik übersetzt und dabei weiterentwickelt wurden.

Mit dem Projekt Schulen des Aufbruchs. Ein digitaler Atlas der Bauhauspädagogik nach 1933 können folglich ganz neue Narrative zu den kulturellen Auswirkungen des Bauhauses als pädagogisches Modell erschlossen werden. Statt vom „Einfluss“ des Bauhauses und vom Bauhaus als „Zentrum“ mit Bewegung in die außereuropäische „Peripherie“ auszugehen, macht der digitale Atlas die vielfältigen Verflechtungen sichtbar. Vorgeschlagen wird somit die Lesart eines heterogenen, ständig sich wandelnden Konglomerats von pädagogischen Ansätzen – entgegen der Vorstellung eines in sich geschlossenen Bauhaus-Lehrkonzepts, das als Modell in unterschiedlichen Schulen Anwendung gefunden hat. 

Im Rahmen der Digitalen Agenda für das Land Sachsen-Anhalt wird das Projekt anteilig gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt.



Projektverantwortliche
Katja Klaus
klaus@bauhaus-dessau.de

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Philipp Sack
sack@bauhaus-dessau.de