Aufbauend auf „Die Straße. Im Rhythmus der Arbeiter*innenschaft“, eine mehrteilige Arbeit, die Werner 2020 realisierte, ist eine neue, ortsspezifische Ausgabe für Dessau geplant.

Dabei verbindet Werner Recherchen zur Arbeiter*innen­-Bewegung in Dessau und der Region mit einem Interesse an zeitgenössischen Protestbewegungen (Fridays for Future, Black Lives Matter). In beiden Fällen stehen kollektive Formen, um politische Anliegen in den öffentlichen Raum zu tragen, im Vordergrund des künstlerischen Anliegens.

Werner bezieht sich auch auf die sogenannten Arbeiter*innenchöre, in denen tanzende oder semi­professionelle Laien im Sinne einer chorisch organisierten Masse in den urbanen Raum wirkten, um ihren Anliegen Sichtbarkeit zu verleihen. Körper und Gesten wurden als sichtbare politische Zeichen der Zusammengehörigkeit und des Widerstands eingesetzt. Zusammen mit verschiedenen Akteur*innen werden historische und aktuelle Posen und Gesten zu einer neuen kollektiven Foto-Performance­-Serie weiterentwickelt. Über Fotografien, Performance, Video und Versatzstücke der politischen Agitation erinnert Werner an die gesellschaftliche Aufbruchsstimmung der 1920er­-Jahre und holt sie über den körperlichen Nachvollzug ins kollektive Gedächtnis zurück. Auf diese Weise verzahnen sich Stadtraum, Performende und die Geschichte einer emanzipatorischen Bewegung mit dem Heute.

Mitwirkende

Konzept, Idee, Videoschnitt:
Christina Werner (christinawerner.com)

Dramaturgische Beratung Performance:
Melanie Stittrich

Assistenz:
Kaja Antic

Fotoassistenz:
Marta Pohlmann-Kryszkiewicz

Videodreh, Kamera:
Nicolás Rupcich

Videodreh, Kameraassistenz:
Anna-Maria Pareis

Hauptperfomer*innen:
Nora Frohmann, Wiebke Kämmer

Mitwirkende:
Abdalhamid Almohammad, Ahmad Husham Hussein, Alexandra Pelka, Ali Shekhnabi, Alifa Naasan, Angelika Banewitsch, Anika Malitz, Aya Alsaeed, Corina Krüger, Fatema Ghatasha, Jakob Graber, Jana Khreiwech, Janine Malcher, Julia Krüger, Lana Khreiwech, Manuela Schmidt, Mahmoud Almohammad, Mohammad Moathen, Nicole Hesse, Sandra Kahl, Sina Korooni, Undine Wolf

Mit freundlicher Unterstützung

Förderlogos der Ausstellung Rhythm is a dancer: Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Österreichisches Kulturforum. Bundesministerium Kunst, Kultur, Öffentlicher Dienst und Sport